„Café Dillenburg“ in Frankfurt: Frischer Wind mit neuen Gesichtern hinter der Theke

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Café Dillenburg
Café Dillenburg

Das Café „Brot & Freunde Express“ im Frankfurter Stadtteil Heddernheim heißt jetzt „Café Dillenburg“. Angeboten werden Frühstück und Mittagstisch.

Frankfurt – Erst die Eröffnung des „Berkersheimer Lädchens“ vor rund einem Jahr, nun die Übernahme des „Brot & Freunde Express“, an der Dillenburger Straße in Heddernheim, direkt gegenüber der U-Bahn-Station. Dass ihr Traum von gleich zwei Läden so schnell in Erfüllung geht, damit hatten Jannik Pleier und seine Lebensgefährtin Karolina Bornschein nicht gerechnet. „Es ging alles viel schneller als gedacht. Aber nicht zu schnell. Wir bereuen diese Entscheidung nicht“, sagt Pleier.

Er sitzt auf einer der schmalen, mit grauen und cremefarbenen Kissen dekorierten Fensterbänke vor dem kleinen Stehcafé in Heddernheim, Anfang April hat er es übernommen. Weil die vorherigen Pächter Räumlichkeiten in der neuen Ladenzeile in Ginnheim gemietet haben. „Mit der Stammfiliale am Dornbusch hätten sie drei Läden gehabt. Das war ihnen zu viel. Und unser Glück“, sagt Pleier.

„Café Dillenburg“ in Frankfurt-Heddernheim: „Eines zum anderen“ gekommen

In Berkersheim lernte er Jessica Nehring, Inhaberin des Brot & Freunde kennen. Bei einem der zahlreichen Feste kam man ins Gespräch. Eigentlich, sagt Pleier, habe er lediglich gehofft, dass sie für sein Lädchen Brot und Brötchen aufbacken kann. Weil in dem kleinen Kiosk für einen dafür benötigten Automaten kein Platz ist. Dass er stattdessen, nur wenige Monate später, das Angebot bekam, das kleine Café in Heddernheim zu übernehmen, damit habe er wirklich nicht gerechnet.

So sei schließlich „eines zum anderen“ gekommen, sagt der 32-Jährige. Schnell wurde man sich einig. Weniger schnell verlief schließlich der Prozess der Namensfindung. Kreativ wollte man sein, sagt Jannik Pleier. Um dann zu merken, dass das gar nicht so einfach sei. Und so einigte sich das Paar mit „Café Dillenburg“ auf einen Namen, der mit der Örtlichkeit verbunden ist. Das neue Schild hängt bereits, als Logo haben sie eine Burg gewählt. Mit wehender Fahne.

Die auch für Aufbruch stehen könnten. Denn obwohl es bislang in dem Café noch so aussieht wie immer, so wird sich dort in den kommenden Wochen doch einiges ändern, verrät Pleier und holt eine große schwarze Tafel aus dem Innenraum. Darauf stehen in weißer Kreideschrift nicht nur die Öffnungszeiten von Montag bis Sonntag, sondern auch zwei Neuerungen: So soll es ab Samstag, 3. Juni, am Wochenende ein Frühstück geben. Und: Ab Montag, 3. Juli, ist unter der Woche ein Mittagstisch geplant. Drei verschiedene, wöchentlich wechselnde Gerichte. Beides kann mitgenommen oder geliefert werden. Beim Frühstück ab 15, beim Mittagessen ab 50 Euro.

„Café Dillenburg“ in Frankfurt-Heddernheim: Aufstehen um drei Uhr nachts

Kreiert und gekocht von Karolina Bornschein. Wohl wissend, dass dies zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet. Schon jetzt muss einer von ihnen nachts um drei Uhr aufstehen, in Heddernheim die Backwaren aufbacken und Teile davon nach Berkersheim bringen. „Wir kommen aus dem Hotelgewerbe, die Zeiten sind für uns kein Problem“, sagt Pleier.

Schnell hätten sie daher auch gemerkt, dass sie, um weiter existieren zu können, das Konzept des Cafés ändern müssten. Am Wochenende laufe es „richtig gut“, unter der Woche allerdings weniger. Trotzdem bereuen sie die Entscheidung des zweiten Ladens nicht. Im Gegenteil. „Die Heddernheimer sind tolle, entspannte Menschen. Obwohl es hier weniger dörflich ist. Wir fühlen uns wohl und wollen bleiben“, sagen sie.

1 Kommentar

  1. Die Produkte der kleinen Bäckereien sind sehr lecker, und ich wünsche den neuen Pächtern alles, alles Gute. Aber die Verkaufsstelle als Café zu bezeichnen, ist schon etwas irreführend. Leider haben wir in Heddernheim kein schönes Café, von daher ist ein Stehcafé vielleicht ein Trostpflaster.

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