Eine kleine Zeitreise von 1888 bis 1973

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1888 Heddernheim bekam die große Reiselust, man wollte seinen Horizont erweitern und bekam auch die Gelegenheit dazu. DENN!

Die Lokalbahn durch Pferde in Bewegung versetzt, verband von numehr Heddernheim mit Frankfurt – Eschersheim.

Ab diesem Zeitpunkt waren die Bürger beider Orte nicht mehr zu halten.

Die Lokalbahn durch Pferde in Bewegung versetzt
Die Lokalbahn durch Pferde in Bewegung versetzt
Die Pferdebahn wurde durch eine elektrisch angetriebene Trammbahn ersetzt.
Die Pferdebahn wurde durch eine elektrisch angetriebene Trammbahn ersetzt.

1889 Die Breidbachschen Besitzungen in Heddernheim werden in das „Auguste-Viktoria-Stift“, ein adeliges Damenstift umgewandelt.

1890 In Heddernheim ist die Einwohnerzahl auf 3225 gewachsen.

1891 Durch einen grossen Brand, wird die Katholische Kirche stark zerstört.

1898 Die neue evangelische Kirche wird fertig gestellt und eingeweiht.

1899 Einrichtung der Dampfbahn Frankfurt-Heddernheim-Hohemark.

1900 Errichtung einer Turnhalle in der Habelstrasse
1900 Errichtung einer Turnhalle in der Habelstraße

1900 Errichtung einer Turnhalle
in der Habelstrasse, welche
um 1945 zerstört und 1950
wieder aufgebaut wurde.

In ihr finden ausser sportl.
Aktivitäten auch Sitzungen
zur Fasenacht statt.

1904 Wurde das Heddernheimer
Gaswerk in Betrieb genommen.
Von dort aus wurden später die
Straßenbeleuchtung und einige
Haushalte mit Gas versorgt.

In div. Stassen, kann man
heute noch gasbetriebene
Straßenlampen sehen.

Heddernheimer Gaswerk
Heddernheimer Gaswerk

1905 Die ersten Eigenheime entstanden in der Eigenheimstraße. Heute Nesselbusch Straße / Severusstraße. Die letzten dieser Häuser wurden zwischen 1910 und 1911 fertiggestellt.

1908 Die VDM beginnt als eines der ersten deutschen Werke mit der Verarbeitung von Leichtmetallen.

Freiherr Hubert Anton von Breidbach verkauft Schloss und Besitz (u.a. Stift) an die Stadt Frankfurt.

1909 Heddernheim bekommt elektrisches Licht.

Bau von Brücken und Oberleitungen
Bau von Brücken und Oberleitungen

1910
Die elektrische Stassenbahn
Frankfurt-Heddernheim-Hohemark.

Durch den Bau von Brücken und
Oberleitungen begann auch in
Heddernheim der wirtschaftliche
Aufschwung

Auch der Bahnhof Heddernheim
veränderte sein Bild und auch seine Funktion. Durch diese Maßnahmen gab es dann viele neue Arbeitsplätz und auch
die Einwohnerzahl stieg auf 5.400 in Heddernheim.

Bahnhof Heddernheim
Bahnhof Heddernheim

Im gleichen Jahr wurde Heddernheim als auch all die anderen Orte des Landkreises Frankfurt in die Stadt Frankfurt eingemeindet.
Die Gemarkung Heddernheim brachte mit ihrer Einwohnerzahl, auch 244 ha Land.

1913 Das evangelische Schwesternhaus wird errichtet

1914 – 1918 Der erste Weltkrieg! Hier in Heddernheim wurde nichts bekannt von materiellen Schäden. Jedoch hat der eine oder die andere ihre /ihren Angehörigen leider verloren.

1927 / 1928 Wurde die Nidda reguliert, die durch ihre vielen Krümmungen alljährlich Hochwasser verursacht.

Siedlung Römerstadt
Siedlung Römerstadt

1927/28
Die Siedlung Römerstadt wird
nach den Plänen des welt-
bekannten Stadtbaumeisters
Ernst May erbaut.

Dies bedeutete gleichzeitig
eine Revolution der damaligen
Architektur.

Eine weitere Besonderheit
war, die von der
Architektin Grete Schütte-Lihotzky
aus Wien stammend, für diese
Bauten einzigartig entwickelte
Multifunktions-Küche!

Die dazu gehörige Schule,
wurde 1929 eingeweiht.
siehe Geschwister Scholl Schule

Siedlung Römerstadt
Siedlung Römerstadt

1936 Die Machtergreifung durch die National Sozialisten sorgte zuerst für eine Verbesserung der allgemeinen Situation. So wurde in diesem Jahr die Siedlung Brühlfeld erbaut. Doch dann zog sich ein brauner Vorhang über Deutschland und auch Heddernheim zusammen.

1939 – 1945 Der zweite Weltkrieg ist im vollen Gang. Zu Anfang dachte fast jeder an den Endsieg. Jedoch wurden auch in Heddernheim 3 Bunker in der Heddernheimer Kirchstraße, Brühlstraße und Hadrianstraße errichtet. 1944 wurde der 4. Bunker auf dem Gelände der damaligen VDM (heute Mertonviertel).

Die VDM wurde ein Rüstungsbetrieb.
Die VDM wurde ein Rüstungsbetrieb.
In Heddernheims Straßen konnte man Beflaggung und verhaltenen Jubel wahrnehmen.
In Heddernheims Straßen konnte man Beflaggung und verhaltenen Jubel wahrnehmen.

Das Augusta - Victoria - Stift wurde zum Krankenhaus umgewandelt.
Das Auguste – Victoria – Stift wurde zum Krankenhaus umgewandelt (1914- 1918).
Die Turnhalle in der Habelstrasse bekam 1945 einen Bombentreffer und brannte aus.  Zum Schluss lag nicht nur "Deutschland" am Boden.
Die Turnhalle in der Habelstrasse bekam 1945 einen Bombentreffer und brannte aus. Zum Schluss lag nicht nur „Deutschland“ am Boden.

1945 Kriegsende. Der braune Vorhang hat sich aufgelöst und unter den Klängen von Glenn Miller´s „in the mood“ dem Rauch der „Lucky strike“ sowie dem Geknatsche des Kaugummis zogen die Amerikaner in Heddernheim ein.

Siedlung Römerstadt zum größten Teil geräumt und den Besatzern zur Verfügung gestellt
Siedlung Römerstadt zum größten Teil geräumt und den Besatzern zur Verfügung gestellt

So mussten die Häuser
und Wohnungen der Siedlung
Römerstadt zum grössten Teil
geräumt und den Besatzern zur
Verfügung gestellt werden.

Kein Wunder! es waren ja die
Sahnestücke der Wohnkultur.

1954 Die Zahl der Einwohner
in Heddernheim wuchs auf
10.000 an.

1955 Wurde die Heddernheimer
Realschule eröffnet und
Geschwister-Scholl-Schule benannt.

Geschwister-Scholl-Schule
Geschwister-Scholl-Schule

1956 Die Amerikaner räumten wahrscheinlich schweren Herzens die letzten Häuser.

1957 Durch den großen Anstieg der Einwohnerzahl (13.000) wurde das Heddernheimer Baugebiet um die Titus- Antoninus- Konstantinstraße sowie entlang der Heddernheimer Landstraße erweitert.

1958 Die Bauarbeiten in der Titus-, Antoninus-, Konstantinstraße und der Heddernheimer Landstraße gingen zügig voran.

1959 Die ersten fertiggestellten Wohnungen wurden bezogen.

1960 Die evangelische Kirchengemeinde Römerstadt wird errichtet.
Die Häuser des Mittelabschnitts der Konstantinstraße wurden bezogen.

Konstatinstraße Ecke Antoninusstraße: Hier noch ein Haus im Urzustand und eines im renoviertem Kleid auf der Konstantinstraße.

Urzustand und eines im renoviertem Kleid auf der Konstantinstraße.
Urzustand auf der Konstantinstraße.

1961 Wiederaufstellung des von Breidbachschen Brunnens Im Stiftsgarten.

1962 Baubeginn der Nordweststadt, welche übergreifend auf den Gemarkungen Heddernheim, Praunheim und Niederursel aus dem Boden gestampft wurde.

1962 Das evangelische Gemeindezentrum St. Thomas entsteht.

1963 hat Heddernheim 14.851 Einwohner.

1965 Grundsteinlegung für das katholische Gemeindezentrum St. Sebastian.

1965 Grundsteinlegung für das Kultur- und Geschäftszentrum in der Nord-weststadt

1966 Probelauf der Müllverbrennung in Heddernheim.

Hier besagte Müllverbrennungsanlage nach dem Umbau und Renovierungs-Arbeiten im Kleid der Fessie.
Die Müllverbrennungsanlage nach dem Umbau und Renovierungs-Arbeiten im Kleid der Fessie.

An dieser Stelle sollte man einen Irrtum richtigstellen.
Gemarkungstechnisch gibt es den Stadtteil Nord-West-Stadt nicht.Sie ist lediglich eine Siedlung, die zu unterschiedlichen Teilen auf den Gemarkungen der Stadtteile Heddernheim; Niederursel und Praunheim aus dem Boden gestampft wurde.

1966 Weihe der St. Sebastian-Kirche durch Weihbischof Kampe.

1966 Weihe der Kirche Cantate Domino in der Ernst-Kahn-Straße.

1967 Eröffnung einer psychologischen Beratungsstelle für Ehe-, Erziehungs- und Lebensfragen in der Nordweststadt (ev. Familienberatung Nord- west).

1968 Inbetriebnahme der Müllverbrennung.

1968 40-jähriges Bestehen der Römerstadt-Siedlung.

1968 Der Magistrat genehmigt das Straßenbauvorhaben zwischen der Römerstadt und Ginnheim.

1968 Die Gesamtschule in der Nordweststadt erhält den Namen Ernst-Reuter-Schule.

1968 Einweihung des Nordwest-Zentrums, der U-Bahn Teilstrecke, Nordweststadt-Hauptwache.

Das Jahr 1968 war Geprägt von Neuheiten in und um Heddernheim Durch das Nordwest-Zentrum fand auch ein Verkehrstechnischer Umbruch statt.

Nordwest-Zentrum
Nordwest-Zentrum

1968 Einweihung des
Nordwest-Zentrums,
sowie der U-Bahn Teilstrecke
Linie U1(Damals Linie A1)
Nordweststadt- Hauptwache.

Hinzu kamen dann Die Linien
A2 und A3 mit den Teilstrecken
Heddernheim – Hohe Mark und
Heddernheim – Bad Homburg

1968 An der Staatl. Höheren Wirtschaftsfachschule im NW-Stadt-Zentrum be- ginnt der Unterricht.

1968 Eröffnung einer Beratungsstelle des Stadtgesundheitsamtes im NW- Stadt-Zentrum.

1969 Die Freiwillige Feuerwehr Heddernheim erhält ein neues Gerätehaus.

1969 Die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul weiht das neue Pfarrfamilienheim mit Kindergarten ein.

1969 Übergabe des Jugendhauses Nordweststadt.

1971 Eröffnung des „Hauses der Freizeit und der Begegnung älterer Bürger“ im NW-Stadt-Zentrum.

1972 Übergabe der Maybachbrücke durch OB Arndt.

1973 5. Jahrestag der Eröffnung der U-Bahn-Linie nach Heddernheim.