105 Ideen für den Alten Flugplatz Bonames

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Viel Potenzial: Thomas Hartmanshenn zeigt, was am Alten Flugplatz alles möglich ist, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Tameli Bayarou
Viel Potenzial: Thomas Hartmanshenn zeigt, was am Alten Flugplatz alles möglich ist, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Tameli Bayarou

Von neuen Sitzgelegenheiten bis Kleinstbiotopen: Ein Jahr lang wurde an einem Konzept für die Entwicklung des Geländes gearbeitet, jetzt hat Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig die Pläne für den Alten Flugplatz der Presse vorgestellt.

Zu den größten Maßnahmen, die in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden sollen, gehört neben der Gebäudesanierung vor allem die Gestaltung des Hangar-Vorplatzes und der Vorplätze der beiden Hauptgebäude. Unter anderem sollen Teile der Flächen entsiegelt und neue Bäume gepflanzt werden. Für die Besucherinnen und Besucher wird es neue Sitzgelegenheiten geben. Das Entwicklungskonzept sieht außerdem vor, dass auf dem Hangar-Vorplatz Kleinstbiotope, einschließlich eines Amphibien- und Lehrteichs, angelegt werden.

„Der Alte Flugplatz ist unberührte – fast magische Natur mitten in der Stadt, hier fühlen sich selten gewordene Pflanzen und Tiere wohl. Wir wollen hier einen Ort schaffen, wo sich Naturschutz, Naherholung und Umweltbildung auf engem Raum begegnen können“, sagte Klima- und Umweltdezernentin Heilig am Montag, 27. November, bei der Vorstellung des Entwicklungskonzeptes. Dazu zähle auch ein geplanter Naturerfahrungsraum östlich der Hauptgebäude inklusive „spielerischem“ Zugang zum renaturierten Kalbach, ein barrierefreier Zugang zur Liegewiese, sowie in den Boden des Hangar-Vorplatzes eingelassene Texte, die die Geschichte des Alten Flugplatzes erzählen. „Der frühere Flugplatz der amerikanischen Streitkräfte ist auch ein Ort der Zeitgeschichte, die eng mit Frankfurts Geschichte verbunden ist. Das wollen wir mit unserem Konzept würdigen“, fuhr Heilig fort.

Insgesamt enthält das Entwicklungskonzept 105 mögliche Maßnahmen, welche die vielfältigen Funktionen des Alten Flugplatzes erhalten und weiterentwickeln sollen. Dazu gehört neben der Bedeutung dieses besonderen Ortes im GrünGürtel für den Naturschutz und die Umweltbildung insbesondere auch die Naherholung – einschließlich einer an den Standort angepassten Gastronomie.

„Vieles von dem, was am Alten Flugplatz zukünftig gestaltet und angeboten werden kann, hängt wesentlich davon ab, dass wir das Gebäude sanieren können und einen neuen Betreiber für das Tower-Café finden“, erklärte die Klima- und Umweltdezernentin. Bis dahin bleibe die Stadt daher aktiv, um den Besucherinnen und Besuchern zumindest im Sommerhalbjahr auch kurzfristig immer wieder Gastronomieangebote machen zu können.

Unabhängig davon kann mit der Umsetzung einiger Maßnahmen jedoch auch kurzfristig gestartet werden. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Regionalpark RheinMain Taunushang und Regionalpark Ballungsraum RheinMain interessierte und engagierte Partner an unserer Seite wissen, die bereits das Entwicklungskonzepts gefördert haben und einige der Maßnahmen zur Gestaltung des Außenbereichs fördern werden“, sagte der Leiter des Umweltamtes, Peter Dommermuth. Viele der Aktivitäten, für die der Ort steht, werden außerdem zukünftig weiterlaufen – auch unabhängig vom Entwicklungskonzept. „Der Betrieb des Grünen Klassenzimmers als Ort der Umweltbildung, die Angebote des Feuerwehrmuseums und hoffentlich auch wieder ein gastronomisches Angebot für das nächste Sommerhalbjahr – all das soll und wird weiterlaufen“, ergänzte der Projektleiter aus dem Umweltamt, Thomas Hartmanshenn, und fuhr fort: „Dass der Alte Flugplatz im Gespräch bleibt und eine so hohe Aufmerksamkeit erfährt, liegt neben seiner vielfältigen Funktionalität und der Lage im GrünGürtel auch am Engagement der zuständigen Ortsbeiräte und an der Bedeutung, die der Regionalpark diesem Ort im Herzen des Rhein-Main-Gebiets zuschreibt.“

Ein Jahr lang hatte das Umweltamt gemeinsam mit dem Amt für Bau und Immobilien, zu dem das Gelände gehört, an Ideen für eine mögliche Entwicklung gearbeitet. Nun sollen in einem Prioritätenkatalog die Maßnahmen beschrieben und mit einem Zeitplan dem Magistrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.  



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