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Frankfurt-Heddernheim
Montag, April 22, 2024
NordWestZentrum Frankfurt
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Neuer Wochenmarkt auf dem Karl-Perott-Platz in Heddernheim eröffnet

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Frankfurt am Main hat seit Freitag einen neuen Stadtteilmarkt in Heddernheim. Wirtschaftsdezernent Markus Frank eröffnete den neuen Wochenmarkt mit einer lobenden Ansprache und dem traditionellen Läuten der Marktglocke.

Er dankte allen, die sich für die Etablierung des Wochenmarktes eingesetzt hatten und machte anschließend einen Rundgang, um mehr über die Markthändler und ihre vielfältigen Produkte zu erfahren. Marktdezernent Markus Frank zeigte sich überzeugt, dass der Wochenmarkt erfolgreich sein wird, denn „mit dieser wohnortnahen Anlaufstelle haben die Bewohner des Stadtteils beste Möglichkeiten, sich mit frischen Lebensmitteln zu versorgen und den Markt auch als Plattform für Stadtteilkommunikation zu nutzen.“ Die Markthändler lernte der Stadtrat als motivierte, kompetente und vor allem kundenfreundliche „Berater“ kennen und sagte: „Eine wunderbare Grundlage für einen erfolgreichen Wochenmarkt im Stadtteil“.

Auf den Eröffnungstag freute sich auch der Ortsvorsteher des Ortsbeirates 8, Klaus Nattrodt, der seit langer Zeit tatkräftig auf dieses Ziel hingearbeitet hatte. Nachdem der Karl-Perott-Platz an der Heddernheimer Landstraße bis zum Frühjahr 2011 von einer Wiese zu einem „Dorfplatz“ umgebaut wurde, kehrt nunmehr emsiges Markttreiben ein.

Ab sofort findet der Markt in Heddernheim mit großzügigen Öffnungszeiten jeden Freitag von 9 bis 18 Uhr statt. Damit soll auch allen berufstätigen Stadtteilbewohnern nach Feierabend eine gute Einkaufsgelegenheit an ihrem Wohnort geboten werden.

Fünf Jahre im Netz: Heddernheim.de feiert Geburtstag

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Als Hans-Ullrich Repp und Frank Schmitt am 1. Februar 2003 mit dem Stadtteilportal Heddernheim.de im Internet starteten, haben ihnen nur die Wenigsten eine lange Lebensdauer zugetraut.

Doch nach fünf Jahren im weltweiten Netz betreiben die beiden Heddernheimer die einzige Stadtteilseite in Frankfurt, die es noch in ihrer ursprünglichen Form gibt.

Nicht nur das: Die Benutzerzahlen steigen stetig weiter. Zählten die Betreiber im Jahr 2006 noch 131 946 Besucher, waren es Ende Dezember 2007 bereits 208 954. „Anfangs waren wir über 75 Aufrufe unserer Seite froh, heute sind es 750“, sagt Hans-Ullrich Repp. Und es geht rasant weiter, wie die der Januar zeigt. „Schon heute haben wir über 20 000 Nutzer registriert“, freut sich Frank Schmitt. Im vergangenen Jahr waren es für den gesamten Monat 12 932. Immer für konstant steigenden Besucher zu sorgen, ist im Internet nicht einfach.

Groß ist das Angebot, da tauchen manche Seiten schnell unter. Für Programmierer Schmitt eine Herausforderung, der er sich erfolgreich stellt. Mit so genannten Key-Wörtern bei der Suchmaschine Google sichern sich die Heddernheimer einen Platz an der Sonne. So taucht das Internetportal bei einer Schlagwortsuche für Frankfurt oder die Stadtteile immer auf der ersten Seite bei Google auf, oft auch als erstes Angebot. „Wer zum Beispiel Titus-Thermen eingibt, landet sofort bei uns“, sagt Schmitt. Im Schnitt kommen rund 10 000 Benutzer über die Schlagwortsuche bei Google zu Heddernheim.de. Nicht nur aus Deutschland kommen die Gäste. „Aus 60 bis 70 Ländern werden wir angeklickt.“ Wobei England und die Schweiz mit über 100 im Monat die Spitze bilden. Aber auch die USA sind mit 60 Aufrufen monatlich dabei.

Das Angebot wird auf der Seite ständig ausgebaut. Über die Jahre kamen Seiten für Eschersheim, Praunheim und Niederursel hinzu. Das neueste Kind aus dem Hause Repp und Schmitt ist der Gewerbefinder für Frankfurt, der im September 2007 startete. Mit einem Klick bekommen dort die Nutzer alle Informationen zu einem Betrieb ihrer Wahl. „Das ist Wirtschaftsförderung“, sagt Hans-Ullrich Repp. Diese Formulierung wählt er bewusst, denn die Wirtschaftsförderung Frankfurt hält sich bisher arg zurück. „Wir versuchen mit denen ins Gespräch zu kommen, aber bisher ohne Resultat“, ist Repp enttäuscht. Er setzt seine Hoffnung auf den neuen Wirtschaftsdezernenten Boris Rhein (CDU), der sich ja verstärkt um den Handel in den Stadtteilen bemühen will.

Immer mehr Gewerbetreibende erkennen mittlerweile auch die Chancen, die ihnen das Internet bietet. Das versuchen Repp und Schmitt auch in Heddernheim und den umliegenden Stadtteilen zu vermitteln. Repp schätzt, dass es sicherlich noch 70 Betriebe in Heddernheim gibt, die sich mit dem Thema bisher nur wenig oder überhaupt nicht beschäftigt haben. Potenzial sei also noch vorhanden.

Die beiden Macher von Heddernheim.de bieten für Internet-Unkundige auch ein Komplett-Paket mit dem Einrichten einer Homepage und deren Pflege an. Die Aufnahme in den Gewerbefinder kostet zudem nur wenige Euro. Kommt ein neuer Kontakt mit einem Kunden zustande, hat sich die Investition bereits gelohnt. Die Frankfurter Sparkasse 1822 hat dies erkannt, ist seit kurzem ebenfalls Mitglied. Die beiden engagierten Heddernheimer hoffen auf weitere Resonanz aus der Wirtschaft, denn auch nach fünf guten Jahren heißt es noch: „Zum Geldverdienen reicht es nicht, aber wir können zumindest unsere Ausgaben davon bezahlen“, sagt Frank Schmitt. Und für eine kleine Weihnachtsfeier im Dezember hat es nun erstmals auch gereicht. (sö)

Drei Räder, zwei Macher und eine Idee

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Wer einen Handwerker sucht, kennt das Problem.
Von Sören Rabe

Welche gibt es in der Nähe? Schließlich sollen die Anfahrtskosten nicht so hoch sein. Was bietet dieser an? Wo finde ich die Kontaktadresse? Gibt es weitere? Die umständliche Suche soll bald ein Ende haben, denn die beiden Heddernheimer Hans Ullrich Repp und Frank Schmitt gehen am 1. September mit einem Gewerbefinder im Internet an den Start.

Doch nicht nur die Kunden sollen davon profitieren. „Wir bieten kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Plattform, um sich auffälliger präsentieren zu können“, sagt Repp. Mit einem Link sollen Nutzer gleich auf die Internetseite des Betriebes gelenkt werden, wenn es denn eine gibt. Aber schon im Gewerbefinder werden die wichtigsten Informationen stehen: Adresse, Telefonnummer, E-Mail und Leistungen.

Bisher gibt es kein derartiges Angebot im Internet. Es existieren zwar Branchenverzeichnisse, die aber nicht nach Stadtteilen geordnet sind. „Da gibt es auch sonst keinerlei Informationen zu den Betrieben.“ Das soll im neuen Gewerbefinder anders sein. Wer beispielsweise einen Schreiner in Eschersheim sucht, bekommt zuerst die Betriebe aus dem Stadtteil aufgelistet. Nach der Entfernung sortiert, folgen dann die weiteren Handwerker der Branche.

Zurückgreifen können Repp und Schmitt bereits auf einen Pool von rund 150 Gewerbetreibenden. Denn die Heddernheimer sind Betreiber der Internetportale Heddernheim.de, Praunheim.biz, Eschersheim.com und Niederursel.com. „Aus diesem Vorrat können wir schöpfen“, sagt Repp. Bis zum Start sollen weitere Firmen dazukommen. In den kommenden Tagen werden daher die Gewerbevereine in den einzelnen Frankfurter Stadtteilen angeschrieben, um sie über das Vorhaben zu unterrichten. „Denn wir wollen den Gewerbefinder für das ganze Stadtgebiet anbieten, es soll nicht auf dem Frankfurter Nordwesten beschränkt bleiben.“

Während Hans Ullrich Repp die organisatorischen Aufgaben übernommen hat, kümmert sich Frank Schmitt um die Umsetzung. Als Programmierer sorgt er dafür, dass die Suche für die Nutzer möglichst einfach und komfortabel abläuft. „Unser Vorteil gegenüber den Branchenverzeichnissen ist auch die Aktualität“, sagt Schmitt. Während in vielen Listen im Internet so allerlei Karteileichen zu finden sind, soll es die im Gewerbefinder nicht geben. „Wir können sofort reagieren, wenn ein Unternehmen umzieht oder schließt.“

Die Gewerbetreibenden müssen für die Aufnahme eine kleine Gebühr zahlen. Dafür werden sie bei einer Internetrecherche über die Suchmaschine Google gleich gefunden, das verspricht Frank Schmitt. Bereits heute ist Heddernheim.de mit 4000 Seiten bei Google vertreten. Zurzeit arbeitet der Programmierer an einer Auflistung von A bis Z, dann erhöht sich der Anteil um weitere 2000 Seiten.

Hans Ullrich Repp und Frank Schmitt schalteten am 1. Februar 2003 die Homepage im Internet frei. Seitdem hat sich Heddernheim.de als eine der wenigen Stadtteilportale in Frankfurt nicht nur gehalten, sondern wurde stetig ausgebaut. Im Schnitt werden 600 Zugriffe am Tag gezählt. „Das läuft mittlerweile von allein“, sagt Schmitt, so dass er nun Zeit findet, sich dem neuen Projekt zu widmen.

Weitere Informationen über den Gewerbefinder gibt es im Stadtteilbüro im Heddernheimer Schloss, Alt-Heddernheim 30, montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie nachmittags von Montag bis Donnerstag immer nach Vereinbarung, Telefon 95 15 97 20, E-Mail: info@heddernheim.de.

Die Speisekammer öffnet wieder

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Die gute Tradition in diesem Haus wird durch Jutta und Dieter Schreuer mit Ihrem Team fortgesetzt.
Die gute Tradition in diesem Haus wird durch Jutta und Dieter Schreuer mit Ihrem Team fortgesetzt.

Die Speisekammer, eine der traditionsreichsten Gaststätten in Heddernheim, öffnet am kommenden Samstag wieder. Was die Heddernheimer besonders freuen wird: Die neuen Pächter, Jutta und Dieter Schreuer, sind gebürtige Heddernheimer.

„Für uns geht ein Traum in Erfüllung“, sagt Dieter Schreuer (49), gelernter Koch und seit 25 Jahren in dem Metier zu Hause. Schon früher seien sie an der Speisekammer interessiert gewesen. Doch als das Gasthaus vor 15 Jahren verkauft wurde, „kamen wir etwas zu spät“. Begonnen hatten die Schreuers 1981 mit dem Nassauer Hof, den sie fünf Jahre führten. Anschließend übernahmen sie für zwölf Jahre die Heddemer Stubb. Die vergangenen acht Jahre vermehrten sie den Ruhm der Gaststätte „Zur Golden Kron“, „im feindlichen Ausland“, wie Dieter Schreuer lachend sagt. Schließlich liegt das renommierte Haus im benachbarten Eschersheim, jenseits der Nidda.

Doch nun sind die Schreuers mit Sohn Alexander (25), ebenfalls Koch, zurück in Heddernheim. So richtig weg waren sie ohnehin nicht, wohnen sie doch in Alt-Heddernheim, gegenüber ihrem neuen Domizil. Die im Stadtteil alteingesessene Familie, der Vater betrieb eine Schreinerei, der Bruder ist Inhaber eines Küchenstudios, setzt auf ihre Erfahrung, die sie vor allem in Eschersheim gesammelt haben. Den guten Ruf, den sie sich damit erwarben, „wollen wir auf die Speisekammer übertragen“. Daher soll auch die Speisekarte daran angelegt werden. „Gut bürgerlich mit ansprechendem Niveau“ charakterisiert Dieter Schreuer das Ambiente und die Karte. Die Heddernheimer werden es gerne hören, waren sie doch in den vergangenen Jahren nicht verwöhnt worden in der Speisekammer. Die Gäste wurden über die Jahre immer weniger.

Dabei hatte das Haus seit Bestehen immer einen guten Ruf genossen. 1740 wurde das Fachwerkgebäude in Alt-Heddernheim 41 errichtet, zusammen mit dem Schloss, dem heutigen Stift, des kurmainzischen Generals von Riedt als Wirtschafts- und Wohngebäude mit großem Weinkeller. Seit 1890 befindet sich eine Äpfelweinwirtschaft mit einem kleinen Lebensmittelladen im Haus. Klaus Gülden kennt sich dabei genau in der Historie aus. Denn 1912 erwarben Ludwig und Maria Gülden das Anwesen und eröffneten die Gaststätte „Zum Gambrinus“. „Damals entstanden ein großer Gastraum, die Bierstube, und das Kolleg“, erinnert sich Klaus Gülden noch an die Kindheitstage. Im Hof wurde dazu die Remise neben dem Kelterhaus zu einer Metalldreherei umgebaut, denn Ludwig Gülden war Drehermeister.

1933 stirbt Ludwig Gülden, seine Frau Maria, unterstützt von Klaus Güldens Eltern Karl und Paula, führt die Gaststätte weiter. Doch Karl Gülden fällt im Zweiten Weltkrieg, und sein Bruder Willy übernimmt nach dem Tod von Maria 1953 das Haus. 1975 wird die Gastwirtschaft unter dem Namen „Erzherzog Johann“ verpachtet. 1990 erwirbt Heinz Mussel das gesamte Grundstück und verhilft dem Haus zu neuem Glanz. Die Gaststätte wird von Grund auf umgebaut und modernisiert. Es entsteht ein großer Gastraum, Metalldreherei und Kelterhaus werden abgerissen. Eine neue Küche entsteht, ebenso eine Toilettenanlage sowie die Sommertheke für die Gastwirtschaft. Rund ein Jahr dauern die Arbeiten, dann wird die Speidekammer eröffnet. Doch Heinz Mussel stirbt einige Jahre später. Danach wurde es wieder ruhiger um die Gastwirtschaft.

Nun wollen die Schreuers das Haus aus dem Dornröschenschlaf erwecken, das seit Ende des vergangenen Jahres geschlossen ist. „Wir haben hier den schönsten Garten von Frankfurt“, freut sich Dieter Schreuer schon auf die Freiluft-Saison. Unter einer großen Kastanie und einer Platane finden 220 Gäste Platz, 60 davon an überdachten Sitzplätzen.

Da die Schreuers selbst erst am 26. März die „Golden Kron“ verlassen haben, bleibt nicht viel Zeit, um das neue Haus einzurichten. Auf die Heddernheimer Handwerksbetriebe ist aber Verlass. „Die arbeiten rund um die Uhr, damit wir am 1. April öffnen können“, erfährt Dieter Schreuer eine große Unterstützung. Die Heddernheimer halten eben zusammen. Daher sind sich die neuen Pächter auch sicher, kein großes Risiko einzugehen. „Wir wollen einfach eine Lokalität anbieten, wo sich die Einheimischen treffen können.“

Die Wiedereröffnung der Speisekammer, Alt-Heddernheim 41, ist Samstag, 1. April, um 17 Uhr. Geöffnet ist dann montags, mittwochs, donnerstags, freitags und samstags von 17 bis 24 Uhr, sonntags von 11.30 bis 24 Uhr, dienstags ist Ruhetag.

Wie sich Heddernheim entwickelt!

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Kaum noch Leerstände im Stadtteil.

Von Sören Rabe.

Viele Stadtteile klagen über Probleme im Einzelhandel. Geschäfte stehen leer, Neueröffnungen beschränken sich oftmals auf Döner-Imbisse, Wettbüros oder Telefonläden. Auch Heddernheim, im Schatten des großen Nordwestzentrums, hat mit strukturellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Doch die Entwicklung in den vergangenen Jahren lässt Hoffnungen auf eine Trendwende erkennen. Standen in der Hauptgeschäftsmeile, der Heddernheimer Landstraße, vor fünf Jahren noch einige Räume leer, so ist zurzeit alles belegt.

«Natürlich haben wir hier nach wie vor etliche Probleme, aber der Trend stimmt auch uns positiv», sagt der Vorsitzende des Gewerbevereins, Hans Vosseler, Inhaber von GaWaSan Sanitär- und Heizungstechnik. Fast ein Dutzend neue Geschäfte haben sich in den vergangen Jahren angesiedelt. Vom Friseur über Fachgeschäfte für Malerbedarf und optische Geräte, Frankfurts einziger Kunstflechterei, die in neue Hände übergegangen ist, eine Buchhandlung mit Antiquariat bis zum Studio für Fußpflege und Massage haben ihre Nischen in Heddernheim gefunden. «Wir dürfen auch nicht nur immer aufs Nordwestzentrum schauen, sondern müssen die Kunden mit unserem Service überzeugen», sagt Dieter Schmitt, zusammen mit Vosseler und Regina Kromschröder gehört er zum geschäftsführenden Vorstand des Gewerbevereins Heddernheim, dem 32 Mitglieder angehören. Die Verbundenheit mit dem Stadtteil sei dabei ein großer Faktor. Da werden Aufträge schon mal abends in der Gaststätte avisiert. «Man kennt sich hier halt», sagt Vosseler. Zudem könne Heddernheim mit dem Einkauf auf kurzen Wegen werben. Denn rund um die Heddernheimer Landstraße und ihren Stichstraßen sei eine große Branchenvielfalt zu finden.

Um dieses auch nutzen zu können, bedürfe es allerdings der Hilfe von Stadt und Politik, so der Gewerbeverein. Seine Kritik richtet sich vor allem an die Parkplatzsituation. «An der U-Bahn-Station Heddernheim fahren die Züge alle 90 Sekunden in die Innenstadt. Viele Pendler parken uns die Einkaufsstraßen zu», beschreibt Vosseler die tägliche Situation. Dies könnte nur mit Kurzzeitparkplätzen geändert werden, sind sich die Geschäftsleute sicher. «Wir wissen doch alle, dass die meisten Leute mit dem Auto einkaufen fahren, also müssen wir auch die Parkplätze zur Verfügung stellen.»

In diese Richtung geht auch die Initiative zur Umgestaltung des Überganges von Eschersheim nach Heddernheim. Derzeit müssen die Autofahrer eine große Schleife fahren, um nach Heddernheim zu gelangen. Mit Hilfe des Ortsbeirates drängen die Gewerbetreibenden auf eine Neugestaltung mit einem kleinen Kreisel.

Aber nicht nur die Verkehrssituation ist verbesserungswürdig. «Wir benötigen in Heddernheim eine Poststelle, eine Agentur würde schon reichen», sagt Vosseler. Bisher habe die Post das Vorhaben abgelehnt. «Wir liegen genau zwischen Nordwestzentrum und Weißem Stein, wo zwei Poststellen eingerichtet sind. Das entspricht dem Zwei-Kilometer-Radius der Post», beschreibt der Vorsitzende das Dilemma. Da das Unternehmen mittlerweile angekündigt hat, weitere Poststellen zu schließen und dafür Agenturen einzurichten, haben die Heddernheimer jedoch noch Hoffnung.

Unterstützung für das Gewerbe bietet auch das Stadtteilbüro von heddernheim.de an – das Stadtteilportal im Internet, das seit drei Jahren ein Büro in der Heddernheimer Kirchstraße 15 betreibt. Die beiden Macher, Hans-Ullrich Repp und Frank Schmitt, helfen den Gewerbetreibenden bei der Einrichtung einer Internetseite und verlinken sie auf ihrer Seite.

72 Firmen und Händler sind bereits über heddernheim.de zu erreichen. «Wir wollen das weiter ausbauen. Aber bei einigen Geschäftsleuten müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten, was das Internet für Möglichkeiten bietet», beschreibt Hans-Ullrich Repp die Schwierigkeiten. Denn viele Menschen suchen Branchen heute nur noch über das weltweite Netz. Wer da nicht vertreten ist, kann auch keine Aufträge bekommen.

30 Prozent mehr Nutzer für Internet-Portal

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Die Webseite heddernheim.de ist auch in Großbritannien und den Niederlanden bekannt / „Mittler zwischen Politik und Bürgern“

Das Stadtteilportal heddernheim.de will kommerzielle Ziele mit gemeinnützigen Anliegen verbinden. Im vergangenen Jahr nutzten 100 000 Besucher die Internet-Seite.

Frankfurts erste Adresse für Waschmaschinen-Reparaturen liegt in Heddernheim. Diesen Eindruck könnten Internet-Nutzer gewinnen, die via Google-Suchmaschine „Bauknecht-Ersatzteile“ in Frankfurt finden wollen. www.heddernheim.de nennt der Suchdienst in diesem Fall als ersten Vorschlag. Dass es bei insgesamt 1851 Suchbegriffen ähnlich funktioniert, dafür hat der Betreiber des Stadtteilportals Hans-Ullrich Repp gemeinsam mit dem Medientechniker Frank Schmitt gesorgt. Es ist aber nicht nur der Technik-Versiertheit der beiden Geschäftsleute vom Medien- und Stadteilbüro Heddernheim zuzuschreiben, dass die 2003 entwickelten Seiten im vergangenen Jahr mit 100 000 Besuchern einen Zuwachs von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbuchten. „Bei uns findet man Informationen über das Geschäftsleben des Stadtteils genauso wie über die Institutionen und Vereine“, so Repp über die Gründe für das rege Interesse an dem Angebot. Für Betriebe ohne eigene Internet-Seite sei das Forum eine Möglichkeit, sich kostengünstig zu präsentieren. Das Angebot nutzten inzwischen etwa 80 Gewerbetreibende. Die Gebühr der Geschäftsleute finanziere den Auftritt der gemeinnützigen Einrichtungen. Bilder, Termine und Neuigkeiten stellten die 25 Heddernheimer Vereine selber auf die Seite und hielten damit die Kosten gering, so Repp.

Fußballfans finden Unterkunft

Vom Marketing-Geschick der Betreiber profitieren alle Beteiligten. Ein Beispiel: Kurz nachdem das Fußballweltmeisterschafts-Logo der Stadt Frankfurt auf der Seite stand, war der Heddernheimer Campingplatz für die Zeit des Turniers ausgebucht. Zahlreiche Fans aus Großbritannien und den Niederlanden hatten heddernheim.de zur Unterkunftssuche genutzt. Die beiden Betreiber verbinden kommerzielle Ziele mit gemeinnützigen Anliegen. „Wir verstehen uns auch als basisdemokratischer Infodienst und sind Mittler zwischen Stadtteilpolitik und Bürgern“, sagt Repp.

So könnten die Bürger in Online-Umfragen zu Themen, die aktuell im Ortsbeirat diskutiert werden, ihre Stimme abgeben. Repp: „Wir fühlen uns Heddernheim verbunden und wollen etwas für die Bürger tun.“ Dazu passt nicht nur, dass das Projekt heddernheim.de im vergangenen Jahr den Stadtteilpreis bekam: Die Geschäftsleute beteiligten sich mit einem Teil ihrer Prämie an der Renovierung eines Kinderspielplatzes in der Römerstadt. Katrin Mathias

Schon 100000 besuchten Heddernheim – im Netz

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Anm.: Diese Zahl steht für das Jahr 2005!

Heddernheim. Als Hans-Ulrich Repp und der Medientechniker Frank Schmitt vor knapp drei Jahren das Internetportal heddernheim.de online schalteten, wurden sie von vielen belächelt. Denn bis dahin hatte noch niemand versucht, ein Stadtteil-Forum zu kreieren, das Gewerbetreibende, Bürger und Institutionen an einen Tisch bringt. Mit mittlerweile über 100 000 Besuchern der Webseite, damit sind nicht nur die Klicks gemeint, sondern tatsächliche Zugriffe auf die Seite, haben sie sich etabliert.

«Im Jahr 2005 haben wir einen Anstieg von 30 Prozent zu verzeichnen», freut sich Frank Schmitt. Auch die anderen Stadtteil-Portale, die mit niederursel.com, eschersheim.com und praunheim.biz in den vergangene drei Jahren entstanden, hätten in diesem Jahr ähnliche Zuwächse zu verzeichnen. Allerdings geben die beiden zu, dass Heddernheim das Aushängeschild sei. Kein Wunder, hier im Stadtteil, wo sie selbst ein Medienbüro in der Heddernheimer Kirchstraße 14 betreiben, kennen sie sich nicht nur bestens aus, sondern sind selbst bekannt. Dies sei in den anderen Stadtteilen ein Problem. «Dort hätten wir gern jemanden, der selbst aus Niederursel, Praunheim oder Eschersheim ist, um die Seite betreuen zu können», sagt Schmitt.

Einen weiteren Auftrieb erhoffen sich die beiden von der Fußball-Weltmeisterschaft. Schon kurz nach der Gruppen-Auslosung in Leipzig sei ein wahrer E-Mail-Ansturm auf heddernheim.de eingegangen. «Vor allem aus England und der Niederlande erreichten uns Anfragen nach Unterkünften», erzählt Repp. Diese habe man weitergeleitet, zum Beispiel an den Campingplatz in Heddernheim. «Der ist mittlerweile ausgebucht.» Auch dank der Hilfe von heddernheim.de. Denn, wer zum Beispiel bei der Suchmaschine Google nach Campingplätzen in Frankfurt sucht, landet unweigerlich auf der Internetseite aus Heddernheim.

Ähnlich sieht es bei anderen Suchbegriffen aus, wie die beiden anhand von Statistiken von Google nachweisen können: bei 1851 verschiedenen Begriffen taucht heddernheim.de auf der erste Google-Seite auf. Ob nun Haarfrisuren, Titus Therme oder Bauknecht Ersatzteile eingegeben wird, das Stadtteilportal ist dabei. Und genau das, versuchen Schmitt und Repp den Gewerbetreibenden zu vermitteln – mit unterschiedlichem Erfolg. Während in Heddernheim bereits rund 80 Geschäftsleute auf der Internetseite zu finden sind, hält sich die Begeisterung in den anderen Stadtteilen noch in Grenzen. Dabei könnte sich jeder für ein paar Euro im Jahr am «virtuellen Marktplatz» beteiligen.

Dabei haben die beiden aber nicht nur die Geschäftsleute im Visier. «Wir haben sechs bis sieben Anfragen im Monat nach Praktikumsplätzen», sagt Repp. Mehr als einen Praktikanten könne man jedoch nicht aufnehmen. Das zeige aber den Bedarf gerade bei Schülern. Ohnehin setzen sie die beiden gerade für Kinder und Jugendliche im Stadtteil ein. So wurde auf ihrer Initiative hin ein Spielplatz hergerichtet. Zum Dank gab es auch den Stadtteilpreis des Ortsbeirates.

Zwar hätten sie noch nicht alles erreicht, was man sich vor drei Jahren vorgenommen habe. «Wir brauchen noch etwas Zeit, aber der Weg ist der richtige», ist Frank Schmitt überzeugt. (sö)

In Heddernheim geht’s jetzt hoch hinaus

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Auf dem Spielplatz «Alter Friedhof» geht es hoch hinaus. Beim 1. Heddernheimer Felsenfest weihten Klein und Groß den rund 2,50 Meter hohen neuen Kletterfelsen ein.

Die Initiative zur Umgestaltung des Spielplatzes kam vom Stadtteilportal heddernheim.de. «Wir haben eine Begehung gemacht und alle Plätze benotet», sagt Hans-Ullrich Repp, einer der beiden Betreiber der Internetseite. Der «Alte Friedhof» bekam dabei die schlechteste Note. «Hier war nichts los. Für Kinder ab zwölf Jahren gab es gar kein Spielgerät.» Mit ihrem Anliegen fanden Repp und Partner Frank Schmitt beim Ortsbeirat und der Kinderbeauftragten Christiane Schubring (CDU) offene Ohren. Als Spielgeräte für ältere Kinder wurden Basketballkörbe und Fußballtore diskutiert. Die umliegende, dichte Bebauung machte dies jedoch unmöglich. So entstand die Idee, einen Kletterfelsen aufzustellen. «Dann ging alles ganz schnell», sagt Christiane Schubring. «Im Juli haben wir den Antrag gestellt, im November war alles klar.» Vorgesehen waren die finanziellen Mittel bereits im Prioritätenprogramm der Stadt Frankfurt. Durch die späte Freigabe der Haushaltsmittel im vergangenen Jahr war das Geld kurzfristig verfügbar.

Das Grünflächenamt investierte insgesamt 20 000 Euro, 8000 kostete der 2,50 Meter hohe Kletterfelsen. Wie in professionellen Kletterhallen sind am künstlichen Felsen Griffe eingearbeitet, um den Weg nach oben zu erleichtern. Der Fallschutz aus Perlkies rund um den Felsen kostete 4000 Euro. Weitere 8000 Euro wurden in die Erneuerung der alten Spielgeräte gesteckt. Die Wippen wurden aufgearbeitet, die alte Rutsche gegen eine neue ausgetauscht und zur Freude vieler kleiner Spielplatzbesucher steht nun auch eine Schaukel auf dem Gelände. Zudem kann die Klettermöglichkeit laut Andrea Schmitt-Eckhof vom Grünflächenamt noch ausgebaut werden. (tos)

Die Kletterwand ist die neue Attraktion

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Der Spielplatz Alter Friedhof ist umgestaltet / Stadtteilbüro sponsert das „1. Heddernheimer Felsenfest“ am kommenden Freitag

Mit dem „1. Heddernheimer Felsenfest“ wird am Freitag, 22. April, die Eröffnung des aufgepeppten Spiel- und Aktionsplatzes Alter Friedhof gefeiert.

Um das Areal auch für ältere Kinder attraktiv zu machen, hatte das Stadttteilbüro „Heddernheim.de“ die Initiative zur Umgestaltung ergriffen. Heddernheim · 20. April · the · Keck sitzen die beiden Steppkes auf der Mauer, die früher den alten Friedhof umgab, und löffeln ihren Eisbecher aus, während ihre Geschwister auf der Schaukel zugange sind. Auch die drei Meter hohe Kletterwand wird rege genutzt, wie die Spuren auf den „Felsen“ belegen. Viel mehr Kinder kommen wieder auf den Spielplatz Alter Friedhof, seit einige Spielgeräte in Stand gesetzt und die Kletterwand hinzugekommen sind. Das haben Hans-Ullrich Repp und Frank Schmitt vom Büro und gleichnamigen Internetportal „Heddernheim.de“ beobachtet. „Die Anlage war früher regelrecht verwaist“, erinnert sich Repp. Zudem hatte der Spielplatz bei einer Begehung von ihnen am „miserabelsten“ von allen im Gebiet abgeschnitten. Das wollten die Stadtteilpreis-Empfänger 2003 nicht länger hinnehmen.

Da es im Viertel zudem an Spielmöglichkeiten für Kinder zwischen zwölf und 14 mangele, regten Schmitt und Repp im Ortsbeirat an, etwas für diese Altersgruppe auf dem Spielplatz anzubieten. Zudem bot „Heddernheim.de“ einen Teil seines Preisgeldes an. Mit der Spende des Internetportals wird jetzt das „1. Felsenfest“ finanziert.


Der Ortsbeirat griff die Initiative der beiden auf, das Grünflächenamt arbeitete „recht zügig“, berichtet Kinderbeauftragte Christiane Schubring. Vor allem die Kletterwand lockt jetzt Kinder auf das große Areal. „Jetzt haben die großen Kinder endlich etwas, um sich auszutoben“, freut sich Schubring. 20 000 Euro hat die Stadt in die Umgestaltung gesteckt. Eine Schaukel wurde angeschafft sowie mehrere Wippen hergerichtet. „Das Gelände ist etwas unglücklich aufgeteilt, da wir beim Aufbau von Geräten genug Platz für den Fallschutz benötigen und zugleich auf die Baumwurzeln achten müssen. Daher stehen die Spielgeräte recht vereinzelt“, erläutert Holger Alt, Abteilungsleiter im Grünflächenamt. Demnächst sollen Kinder die Kletterburg bunt bemalen.

Das Felsenfest am Freitag, 22. April, wird von 15 bis 18 Uhr auf dem Spielplatz Alter Friedhof, In der Römerstadt 21/Ecke Kastellstraße, gefeiert. Für Getränke und einen Imbiss ist gesorgt.

7000 Zugriffe. Tendenz steigend!

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Existenzgründer gestalten ein Internet-Portal / Weitere Stadtteile sollen folgen.
Von Martine Pfeifer

Im Internet hat sich der Stadtteil Heddernheim inzwischen etabliert. Dazu haben die Betreiber des Heddernheimer Stadtteilbüros maßgeblich beigetragen. Inzwischen konnten sie in der Kirchgasse eigene Räumlichkeiten eröffnen.

Heddernheim • 29. Dezember • Frank Schmitt und sein Kollege Hans-Ulrich Repp sitzen an ihren Schreibtischen in ihrem kleinen Ladengeschäft in der Kirchgasse. Repp telefoniert. Dabei rückt er seine Brille zurecht. Er legt sich ins Zeug, denn er will einen neuen Kunden für sein Internetportal gewinnen. Repp ist das Sprachrohr und Schmitt der Techniker. Der sitzt gegenüber und überprüft die Zugriffsstatistik für das vergangene Jahr. Schmitt schaut auf und erläutert: „Letztes Jahr waren wir noch ganz stolz, als wir im Monat 1700 Zugriffe auf unserer Internetseite hatten.“ Mittlerweile verzeichnet der Medientechnik-Ingenieur monatlich über 7000 Zugriffe. Das heißt täglich surfen über 230 Leute auf www.heddernheim.de. Tendenz steigend.

Die Seite soll ein Treffpunkt und eine Plattform zum Austausch von Informationen für die Bürger sein. „Wir wollen den kompletten Stadtteil abbilden“, sagt Schmitt. Und so funktioniert die in grün gestaltete Internetseite auch zunächst wie ein Branchenbuch. Schon 70 Heddernheimer Geschäftsleute und Gewerbetreibende haben für 59 oder 99 Euro im Jahr einen Eintrag auf dem Portal gekauft. „Dafür können sie sich einen eigenen Auftritt im Netz sparen“, erklärt Repp seinem Gesprächspartner am Telefon. Wird ein Raumausstatter oder Arzt im Stadtteil gesucht, kann das Stichwort eingegeben werden und Adressen, Öffnungszeiten und aktuelle Informationen werden angezeigt. Daneben sind alle Heddernheimer Vereine und öffentlichen Einrichtungen zu finden. Für sie ist der Eintrag kostenfrei.

Doch das Stadtteilportal möchte mehr sein: Die Seite bietet täglich aktuelle Informationen und unter „Heddernheimer Forum“ diskutieren Bürger über Alltägliches, Ärgernisse und Lokalpolitik. Und obwohl die Seiten erst knapp zwei Jahre online sind, gab es schon einige Anregungen für die Arbeit des Ortsbeirates 8. Der verlieh Repp und Schmitt in diesem Jahr dann auch den Stadtteilpreis.

Seit Februar gibt es zu dem virtuellen Treffpunkt auch einen realen: Das Büro in der Kirchgasse 14. „Wir dachten nicht, dass es so schnell geht“, erzählt Schmitt. Die Räume seien für Menschen gedacht, die eigentlich nichts mit dem Internet zu tun haben. So kam vor kurzem eine ältere Dame vorbei die erzählte, dass die Gaslampe vor ihrem Haus kaputt sei. „Wir riefen bei der Stadt an und am nächsten Tag ging die Lampe wieder“, berichtet Schmitt.

Die beiden haben aber noch viel mehr vor. Irgendwann möchten sie von ihrem Internet-Service leben. Bisher finanzieren sie mit den Einnahmen die Miete für die Büroräume. Die Internetseiten Praunheim.biz, Niederursel.com, Nordweststadt.com und Mertonpassage.de betreiben sie schon.

Und bald soll eine weitere hinzukommen: Mit der Seite Eschersheim.com wollen die beiden Existenzgründer den Sprung über die Nidda machen: „Noch ist die Seite nur zur Ansicht, im März 2005 geht sie online und soll genauso wie die Heddernheimer werden“, sagt Hans-Ulrich Repp an.

Medien-und Stadtteilbüro Heddernheim, Heddernheimer Kirchstrasse 14, Geöffnet: Montag-Donnerstag von 9.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.30 Uhr, Freitags nur bis 17.00 Uhr, Telefon 951 597 20