Die Feuerwehrbrücke ist jetzt eine Baustelle

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Von den Bäumen sind nur noch die Stümpfe übrig, große Teile der maroden Asphaltdecke wurden bereits entfernt. © unger
Von den Bäumen sind nur noch die Stümpfe übrig, große Teile der maroden Asphaltdecke wurden bereits entfernt. © unger

Verbindung zum Walter-Schwagenscheidt-Platz wird bis Ende Oktober saniert

Groß war der Aufschrei in den sozialen Netzwerken, als vor wenigen Wochen plötzlich die Bäume auf der sogenannten Feuerwehr Brücke, der Fußgängerverbindung auf der Westseite des Nordwestzentrums zwischen Titus-Forum und Bernadottestraße, gefällt wurden. Ebenso schnell ebbte die Empörung jedoch ab, nachdem die Verwaltung signalisiert hatte, dass dies alles seine Richtigkeit habe: Weil die Stadt die Brücke in den kommenden Monaten saniert und die Bäume die Arbeiten behindert hätten, so die logische Erklärung.

Fußweg hinter Gittern

Was seit wenigen Tagen unübersehbar ist. Großflächig ist die Brücke abgesperrt, nach und nach wird der marode Belag herausgerissen und abtransportiert. Für die Fußgänger, die bislang über die breite Brücke flanieren konnten, bleibt derweil nur ein schmaler Pfad am Rand, abgesperrt durch hohe Gitter. Ein Zustand, auf den sich die Passanten in den kommenden acht Monaten – so lange kalkuliert das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) für die anstehenden Arbeiten – einstellen müssen. Eine komplette Sperrung der Brücke für Fußgänger und Radfahrer werde es derweil allerdings nicht geben, die Brücke sei stets nutzbar, versichert das ASE.

Die rund 25 Meter lange Brücke, einer der für das Nordwestzentrum vier typischen Fußgängerstege, wurde 1968 errichtet und verbindet die westlich gelegenen Siedlungen mit dem Zentrum. Genutzt wird sie auch von der Feuerwehr, die über eine Rampe vom Erich-Ollenhauer-Ring auf den Steg gelangt. Daher auch der Name Feuerwehrbrücke. Charakteristisch für den Überweg ist zudem der alte, längst eingewachsene Kran, der seit dem Bau der Nordweststadt zwischen Brücke und der Grünanlage, dem daran anschließenden Walter-Schwagenscheidt-Platz steht.

Feuchtigkeits- und Korrosionsschäden haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Spuren an dem Bauwerk hinterlassen, es muss an vielen Stellen saniert werden: erneuert werden die Geländer, die Übergangskonstruktion, die Stützen, Teile der Stützwand unterhalb der Brücke sowie die Belagschicht. Zudem wird der alte Pflasterbelag entfernt und eine durchgängige Asphaltdecke eingebaut. Die markanten Pflanzkübel müssen derweil dauerhaft weichen, da sie laut Stadt regelmäßige Bauwerksprüfungen und Unterhaltungsarbeiten behindern. Die Kosten für die Arbeiten an der Brücke liegen bei rund 1,5 Millionen Euro.

Während es auf der Brücke für die Fußgänger zu Einschränkungen kommt, haben die Arbeiten auch auf den Verkehr auf dem Erich-Ollenhauer-Ring Auswirkungen. So kommt es zwischen Hammarskjöldring und Bernadottestraße zu Fahrspurreduzierungen. An den Wochenenden bis Ende Oktober seien zudem insgesamt sechs Vollsperrungen geplant, so das ASE. Für die über den Ollenhauer-Ring rollenden sechs Buslinien, die das Nordwestzentrum andienen, ändert sich bis Ende März erst einmal nichts. Über anschließende Änderungen will die Stadt rechtzeitig informieren.

Weiter warten auf Heddernheimer Steg

Während die Arbeiten an der nächsten Brücke also begonnen haben, sind die am Heddernheimer Steg immer noch nicht abgeschlossen. Die Fertigstellung des rund 45 Meter langen und 3,5 Meter breiten Neubaus, der ursprünglich für Ende vergangenen Jahres angepeilt worden war, hatte sich immer weiter verzögert. Dies sei vor allem auf Materialknappheit, vornehmlich Stahl für den Überbau, zurückzuführen, heißt es bei der Stadt. Nun ist der Abschluss der Arbeiten für Ende Juli dieses Jahres vorgesehen.

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