ABG Frankfurt Holding und Ten Brinke entwickeln ehemaliges Gewerbegebiet zu attraktivem Wohnquartier

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Tarek Al-Wazir, Frank Junker, Mike Josef und Carlo Wentink setzen den Spatenstich für das neue Wohnquartier an der Sandelmühle, Copyright: ABG Frankfurt Holding, Foto: Jochen Müller
Tarek Al-Wazir, Frank Junker, Mike Josef und Carlo Wentink setzen den Spatenstich für das neue Wohnquartier an der Sandelmühle, Copyright: ABG Frankfurt Holding, Foto: Jochen Müller

An der Sandelmühle werden neun Mehrfamilienhäuser mit 207 Miet- und Eigentumswohnungen, 67 Stadthäuser und eine Kindertagesstätte gebaut / Land Hessen und Stadt Frankfurt mit über 20 Millionen Euro beteiligt

Die ABG Frankfurt Holding und der bauende Projektentwickler Ten Brinke haben mit der Bebauung des Areals an der Sandelmühle in Heddernheim begonnen.

Auf einer Fläche von 4,5 Hektar werden insgesamt neun Mehrfamilienhäuser mit 207 Wohnungen, 67 Stadthäuser und eine große Kindertagesstätte gebaut. Am Donnerstag, 12. Januar, setzten Mike Josef, Frankfurter Planungsdezernent und neuer ABG-Aufsichtsratsvorsitzender, und der hessische Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir gemeinsam mit Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding, und Carlo Wentink, Prokurist der Ten Brinke Bau, den Spatenstich für das neue Wohnquartier.
 
„Was hier an der Sandelmühle passiert, ist Flächenrecycling im allerbesten Sinne, denn hier wird ein Areal, das früher gewerblich genutzt wurde, zu einem neuen und attraktiven Quartier mit viel Wohnraum und über 100 geförderten Wohnungen entwickelt“, sagte Josef. „Für den Bau der Wohnhäuser und der Kindertagesstätte wird kein Boden neu versiegelt und die künftigen Bewohner leben nahe am Frankfurter Grüngürtel und der Nidda, mit einer U-Bahn-Haltestelle direkt vor der Haustür“, fuhr der Planungsdezernent fort. Er betonte, dass durch die Zusammenarbeit der ABG mit dem Investor Ten Brinke ein gut geplantes neues Wohnquartier in Heddernheim mit geförderten und freifinanzierten Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern und damit Wohnangeboten für viele Frankfurterinnen und Frankfurter entstehe. Für das Haushaltsjahr 2023 habe der Magistrat der Stadt Frankfurt vereinbart, die finanziellen Mittel für den Bau geförderter Wohnungen von 50 Millionen auf über 120 Millionen mehr als zu verdoppeln, erklärte Josef. „Aus diesen Mitteln werden wir auch die Zuschüsse für die klimagerechte Sanierung von Wohnungen erhöhen. Allerdings mit der klaren Maßgabe, dass die Sanierung von Wohnungen nicht zu einer Erhöhung der Warmmiete führen darf. Klimagerechtigkeit und Mieterschutz gehören zusammen.“
 
„Das beste Mittel gegen steigende Mieten ist neuer Wohnraum. Deshalb stellen wir Rekordmittel für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung – insgesamt 2,7 Milliarden Euro bis ins Jahr 2024 – und sorgen dafür, dass sie auch genutzt werden“, sagte Al-Wazir. „Wir unterstützen auch weiterhin den Neubau von energieeffizienten Mietwohngebäuden in Hessen, um die energie- und klimapolitischen Zielsetzungen des Bundes und des Landes zu erreichen“, fuhr Al-Wazir fort.
 
Mit 11,8 Millionen Euro beteiligt sich das Land Hessen am Bau der insgesamt 56 Sozialwohnungen. Davon sind 8,6 Million Euro Baudarlehen, inklusive 560.000 Euro aus dem Vorteilspaket für Partnerkommunen der Landesinitiative Großer Frankfurter Bogen und 3,2 Millionen Euro Finanzierungszuschuss. Das Darlehen und der Zuschuss werden durch die WIBank im Auftrag des Landes ausgereicht. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich mit 8,5 Millionen Euro. Davon sind knapp 3,5 Millionen Euro für den Förderweg 1 vorgesehen. Damit stehen allein im Förderweg 1 insgesamt rund 3900 Quadratmeter neue Wohnfläche in Frankfurt zur Verfügung, mit einer Anfangshöchstmiete ohne Betriebskosten von 5,50 Euro für Bürgerinnen und Bürger mit geringen Einkommen. Mit mehr als 5 Millionen Euro fördert die Stadt Frankfurt das Wohnen im Förderweg 2 mit Mieten zwischen 8,50 und 10,50 Euro ohne Betriebskosten.
 
„Wir werden dieses Bauprojekt, das unser Motto ‚Wohnen für alle‘ bestens repräsentiert, trotz der sehr angespannten Situation auf dem Immobilienmarkt wie geplant mit unserem Partner Ten Brinke umsetzen. Damit realisieren wir im ersten Bauabschnitt insgesamt 121 Mietwohnungen im Passivhausstandard, die ein energieeffizientes Zuhause mit moderaten Nebenkosten bieten werden“, sagte ABG-Geschäftsführer Junker. Die ABG wird auf dem Areal, das bis in die 1990er Jahre von dem Automobilzulieferer VDO Adolf Schindling genutzt wurde, im ersten Bauabschnitt parallel zur Olof-Palme-Straße und der U-Bahnstation der Linie U2 drei jeweils fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser und eine Tiefgarage mit 68 Stellplätzen errichten. Von den insgesamt 121 Wohnungen werden 56 im Förderweg 1 und 47 im Förderweg 2 gefördert. 18 Wohnungen baut die ABG freifinanziert. In einem zweiten Bauabschnitt plant die ABG im nordwestlichen Teil des Areals den Bau von zwei weiteren Mehrfamilienhäusern, ebenfalls in der energiesparenden Passivhausbauweise, mit insgesamt 40 freifinanzierten Mietwohnungen und 32 Stellplätzen in der Tiefgarage.
 
Mit dem Bau der Wohnungen hat die ABG die Ten Brinke Bau als Totalübernehmer beauftragt. Beide Unternehmen haben zuvor bereits gemeinsam die Erschließungsarbeiten für das 4,5 Hektar große Areal ausgeführt. „Bei den aktuellen Rahmenbedingungen im Wohnungsbau ist eine enge Zusammenarbeit der Partner sowie ein guter Austausch mit den zuständigen Kolleginnen und Kollegen der Stadt Frankfurt zwingend notwendig, um ein Projekt in einer solchen Größenordnung erfolgreich umzusetzen. Wir freuen uns gemeinsam mit der ABG, dieses dringend benötigte Wohnquartier in Frankfurt umsetzen zu können“, sagte Wentink.
 
Ten Brinke, ein Investor mit Sitz in den Niederlanden, der auf über 120 Jahre Firmengeschichte zurückblicken kann, baut im inneren Teil des Areals an der Sandelmühle insgesamt 67 hochwertige Stadthäuser mit jeweils rund 160 Quadratmetern Wohnfläche. Die Vermarktung dieser schlüsselfertig hergestellten Stadthäuser hat bereits begonnen. Im nördlichen Teil entlang des Urselbaches wird Ten Brinke außerdem vier Mehrfamilienhäuser mit drei Geschossen und einem Staffelgeschoss mit insgesamt 46 Eigentumswohnungen errichten.
 
Die Kindertagesstätte für fünf Gruppen mit einer Nutzfläche von 1000 Quadratmetern ist auf einem Eckgrundstück im südöstlichen Teil des Areals geplant.

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