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  16.07.2015 Schreiben Sie Ihre Meinung zu diesem Bericht!

Handwerk im deutschen Pompeji

Etwa ein Jahr dauerten die Sanierungsarbeiten am Schutzhaus der antiken Töpferöfen in Frankfurt-Heddernheim. Nun ist die Werkstatt, die zur römischen Garnisons- und Bezirksverwaltungsstadt Nida gehörte, wieder öffentlich zugänglich.

Einige Spinnweben habe er schon entfernt, sagt Carsten Wenzel und blickt auf die immer noch zahlreichen verbliebenen Flusen auf den Lehmziegeln. Ein wahres Spinnenbiotop sei das, er wolle gar nicht wirklich wissen, welche Arten dort alle umeinanderkreuchten. Schließlich ist Wenzel kein Arachnologe, er ist Archäologe und interessiert sich als solcher mehr für Bau- und Handwerk der alten Römer als für achtbeinige Webtiere. Auch wenn die sich wohlfühlen in der antiken Töpferwerkstatt in Frankfurt-Heddernheim, die nun nach etwa einjähriger Sanierung am Sonntag mit einer Sonderführung wieder eröffnet wird.

Unterhalb des unscheinbaren Häuschens donnern die Lastwagen die Rosa-Luxemburg-Straße entlang, von oben dröhnt der Verkehr vom Erich-Ollenhauer-Ring. Zwischen all dem Asphalt und Beton finden sich die gut erhaltenen Überreste einer fast zweitausend Jahre alten Zivilisation, allein der Kontrast beeindruckt. Anfang der 70er Jahre stießen Bauarbeiter beim Anlegen der Böschung für die Rosa-Luxemburg-Straße auf die Töpferwerkstatt. Sie gehörte zur römischen Siedlung Nida, die auf der heutigen Gemarkung von Heddernheim lag. Mit einer Fläche von etwa 50 Hektar und einer geschätzten Einwohnerzahl von 5000 „gab es rechts des Rheins keine größere römische Siedlung in Obergermanien“, sagt Wenzel, Experte für die römische Antike am Archäologischen Museum Frankfurt. Von etwa 75 bis 270 nach Christus lebten und arbeiteten die Römer in der Stadt im Hinterland des Limes, im frühen 19. Jahrhundert sprachen Zeitgenossen gar von einem „teutschen Pompeji“.

Davon zeugt heute nicht mehr viel, zumindest ist kaum etwas so gut erhalten wie die Töpferwerkstatt, die auf das alte Handwerksviertel von Nida verweist – wobei zwei der vier Brennöfen von den Baggern in den 70ern komplett zerstört wurden. „Damals gab es noch kein Denkmalschutzgesetz“, sagt Wenzel. Und was die Baumaschinen übrig ließen, fiel anderen zum Opfer. Die Töpferwerkstatt sei ein „El Dorado für Schatzgräber und Hobby-Archäologen“ gewesen. Bis 1974 die Schutzhütte gebaut wurde.

„Nach 40 Jahren“ habe das Archäologische Museum nun das Haus, das die wertvollen Relikte aus dem dritten Jahrhundert vor Witterung und Plünderern schützen soll, erneuert. „Die alten Plexiglasscheiben waren komplett mit Graffiti besprüht“, sagt Wenzel. Außerdem seien Teile des Daches instand gesetzt und die Fassade neu gestrichen worden, in Graphitgrau. Die Farbe habe man abgestimmt mit den Architekten des neuen Gebäudes für die Feuer- und Rettungswache 21, sagt Wenzel. Selbiges soll auf dem Areal unweit der Werkstatt entstehen.



Toepferoefen-FFM-Heddernheim_copyright_Archaeologisches-Museum-Frankfur

Bislang sind die Brandschützer nebenan im Nordwestzentrum untergebracht, der Umzug war ursprünglich im April geplant. Doch bei Grabungen auf dem gut 4000 Quadratmeter großen Baugelände wurden weitere Fragmente aus der Römerzeit entdeckt, darunter ein Steinkeller sowie zwei weitere Töpferöfen. Die Grabungen des Denkmalamts seien Ende Juli abgeschlossen, sagt Amtsleiterin Andrea Hampel. „Die Funde werden im Denkmalamt bearbeitet und dann an das Archäologische Museum abgegeben.“

Wer an der Sonderführung am Sonntag teilnimmt, kann auch einen Blick auf die Grabungsfläche werfen. Doch vor allem auf die Welt des Handwerks vor 2000 Jahren. Zwar sind die zwei Öfen, einer rund, einer rechteckig, zu großen Teilen rekonstruiert. Gut erhalten aber sind etwa die Lochtennen, durch die die Hitze aus dem Feuerraum in den Brennraum stieg. Auch die langen, niedrigen Schürkanäle, durch die die Öfen befeuert wurden, vermitteln einen Eindruck davon, wie hart das Töpferhandwerk in der Antike war. „Ich kann mir vorstellen“, sagt Wenzel, „dass da der kleine Lucius reingeschickt wurde, um hinten das Holz zu stapeln.“

Holz hätten die Römer übrigens in rauen Mengen gebraucht, allein für die Produktion von Geschirr. Etwa 110 bis 120 Töpferöfen habe es in Nida gegeben, die meisten außerhalb der Siedlung, „auch wegen der Brandgefahr“, sagt Wenzel. Wie passend, dass direkt nebenan die neue Feuerwache entsteht. Nach Fertigstellung soll es dort nicht nur eine Informationstafel zum Brandschutz im Alten Rom geben, es sollen dort zudem die Grabungsbefunde vom Baugelände präsentiert werden.

Artikel Frankfurter Rundschau vom 15.07.2015. Von Meike Kolodziejczyk


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Meinungen zu diesem Bericht:

Die Meinung von erik wurde am 20.07.2015 abgegeben!
ausgraben und zuschütten
Guten Abend, wieder mal eine Ausgrabung beendet, wieder wird mit Presse-Unterstützung das Ergebnis präsentiert, um während des Vortrags auf Nachfrage eines Teilnehmers kleinlaut zugeben zu müssen, dass ´´nächste Woche die Ausgrabungen eingestellt werden´´. Ja hat sich das denn gelohnt, archäologische Arbeiten an gut erhaltenen Überresten der Stadt Nida erst freizulegen und sie nun wegen eines Neubaus der Feuerwehr-Station im Nordwestzentrum zuzuschütten?! So eine Art Denkmalpflege ist für den Orkus. Ich rede für einige Interessierte aus den Stadtteilen Heddernheim und Praunheim. Leider scheint diese Stadtteil-Gruppe keine Lobby im Römer zu besitzen. O-ton Olaf Cunitz: ´´wenn es Innenstadt wäre, würde es sich lohnen´´ -na prima, also vergessen wir die Kulturschätze in den Stadtteilen um dem Herrn Stadtplaner nicht die Freude für die Innenstadt zu nehmen. Zu erwähnen bleibt, dass nach Aussage des Denkmalschutzamts in Frankfurt nur 50 cm unter der Erdoberfläche die Überreste der Stadt Nida gefunden wurden, während z.B. in Köln 6 m Zivilisationsschutt abgetragen werden mußte, um an Überreste aus vergleichbaren Zeiträumen (150 n.Chr.) zu gelangen. Und dieses einmalige Kulturerbe will man in Frankfurt zubauen, statt zu erhalten. Da stellt sich die Frage, welche Kulturbanausen im Römer das Sagen haben. Armselig ist dieses Verhalten der Stadt Frankfurt und des Frankfurter Denkmalamts, inklusive seiner überforderten Chefin, Dr. Andrea Hampel ! Falls es gewollt ist, mir fällt noch etwas persönliches zu Herrn Feldmann ein: der fällt nicht auf. Und der zuständige Bürgermeister, Olaf Cunitz, ist ein guter Rhetoriker, er spricht auf Punkt und Komma exakt. Das war es aber auch schon. Erik Schneider Frankfurt/Main


 



   
   

 

     
     




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